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First Blood auf dem Stollergrund

Alles neu macht der Mai, schön Geschwaderfahrt mit Mutti? Von Wegen! Das erste Kräftemessen der Big Boats zur Maior hatte es in sich.

Freitag morgen, 01.05.2015. Tag der Arbeit. Während sich in Hamburg und Berlin die ersten autonomen Gruppen auf einen langen Tag voller Liebe und gegenseitigem Respekt vorbereiten passiert in Schilksee erst mal gar nichts. Kein Wind. Bleierne Flaute, Ententeich so weit das Auge reicht. Getragen von Optimismus lässt Wettfahrtleiter Stefan Kunstmann die ORC-Yachten dennoch auslaufen, um im Falle des einsetzenden Windes schnell reagieren zu können. Insgesamt 33 Teams hatten den Weg nach Schilksee gefunden um sich ein erstes Mal in der neuen Saison aneinander zu messen. Verteilt auf drei Gruppen erfreuten sich Segler und Veranstalter über eine gesunde Beteiligung. Insbesondere die Gruppe ORC 2 mit 15 Startern versprach im Vorfeld spannende Rennen. Die aus Dänemark angereiste X-37 „Hansen“ von Michael Mollmann hatte bereits in den vergangenen Jahren gegenüber den deutschen Top-Teams Akzente setzen können und auch die Meldeliste in ORC 1 versprach spannende Tage dank vieler Unbekannten. Zu den altbekannten Klasse 1-Teams „Immac One4All“ und „Tutima“ gesellten sich neben der neuen „Sportsfreund“ (Soto 40) und zahlreichen ehemaligen Klasse-2 Booten wie „X-Day“ und „El Pocko“ unter anderem auch die Flensburger Ker 46 „Shakti“. In Gruppe ORC-3 versammelten sich sieben Teams an der Startlinie, da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.

Sonne: En masse - Wind: Mangelware

Nach mehreren Stunden erfolglosen Wartens und einem abgeschossenen Startversuch auf dem Stollergrund erlöste Stefan Kunstmann die Segler per Funk: „This is Offshore-One, no more racing for today.“ Immerhin kein Regen. Beim Stegbier der RVS versammelten sich die Crews im Hafenvorfeld um den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Für Samstag war Wind angesagt und erfahrungsgemäß wusste jeder, was das bedeuten würde: Unchristlich früh aufstehen um so viele Rennen wie möglich zu segeln. Yolo.

Als die Yachten am Samstag morgen gegen halb neun ausliefen wehte der Wind bereits mit sechs bis acht Knoten aus Südwest. Dazu immer mal wieder Windlöcher und Dreher, die es in sich hatten. Keine leichte Aufgabe für Taktiker und Crew, das Boot schnell in die richtige Richtung zu bewegen. Nach vier Wettfahrten war die Spannung vor dem Noticeboard dementsprechend groß als die berechneten Ergebnisse bekannt gegeben wurden. In Klasse ORC 1 „X-Day“ vor „Immac One4All“ vor „Sportsfreund“.  Das war überraschend. Konnten in Klasse 2 und 3 „Hansen“ und „patent3“ ihrer Favoritenrolle gerecht werden hatten nicht wenige mit „Immac One4All“ auf der Eins gerechnet. Entsprechend groß war die Freude im „X-Day“-Lager als die Crew zur Tagessiegerehrung die Gelbe Vorstagsflagge in Empfang nahm.

Putting the "Offshore" in Mai Offshore Regatta

Hatten am Samstag die leichten Winde noch dominiert zeigte sich der Stollergrund am Sonntag von seiner ruppigen Seite. Bei Böen bis zu 25 Knoten und einer entsprechenden Welle absolvierten die Crews drei Wettfahrten unter stahlblauem Himmel. Seesegeln at it’s best! Während die „Tutima“-Mädels zu ungeahnter Hochform aufliefen und mit den Ergebnissen zwei, eins und fünf eine starke Performance ablieferten erwischte „Sportsfreund“ einen schwarzen Tag und rutschte mit den Einzelergenisse sechs, sieben, sechs vom dritten auf den sechsten Platz ab. „Immac One4All“ verhagelte sich am Start und fuhr mit einem 5. Platz im vorletzten Lauf ein weiteres Streichergebnis ein, nur „X-Day“ blieb konstant und sicherte sich gemäß dem Motto „Low Scoren! Low Scoren! Low Scoren! mit den Rängen drei, drei und vier den Gesamtsieg in Klasse 1.  Auf Rang zwei „Immac One4All“ deutlich vor „El Pocko“ an Rang drei. Die Mannen um Skipper Thomas Jungblut zeigten sich zufrieden mit dem Saisonauftakt und den vorgenommenen Änderungen am Schiff. Dem asymmetrischen Kite am Bugsprit wich ein asymmetrischer Kite am Spibaum.  „Mit unserer Upwind Performance sind wir sehr zufrieden, jedoch liegt noch eine Menge Trainingsschweiß vor uns, um auch mit dem geänderten Downwind Setup zufriedenstellend an den Start gehen zu können,“ so ein „El Pocko“-Crewmitglied.

Passion-X auf Drei

In Klasse ORC 2 machte die „Hansen“ am Sonntag den Sack zu und verwies „Xen“ und „Ginkgo“ auf die Ränge zwei und drei. Auch in Klasse ORC 3 blieb das Ergebnis zum Vortag weitestgehend unverändert mit „patent3“ auf Rang eins und „Halbtrocken“ im blauen Trikot auf zwei. Für viele überraschend die starke Performance der X-362 „Passion-X“ von Andreas Wulfes, die sich mit den Einzelplatzierungen vier, drei, zwei am letzten Tag noch auf’s Podium verholten und die grüne Vorstagsflagge einheimsten.

Bewegtbilder vom Wochenende

Anbei eine Sammlung von Youtube-Links zu Videos vom Wochenende. Die Klasse lebt, wir freuen uns auf die nächsten Events!

X-Day: https://www.youtube.com/watch?v=RFKrWk_AE-M&feature=youtu.be

L+M Hispaniola: https://www.youtube.com/watch?v=bDdFEJ2IOas

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