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IDM-Seesegeln Nachfass

Die Crew der Tutima schickt uns einen Bericht von der IDM-Seesegeln. Viel Spass beim lesen!

Schon wieder Dritte – schon wieder ein Bericht! Auch wenn es Spaß bringt, beim Schreiben der Berichte in Erinnerung zu schwelgen, ist eines dennoch klar: das Ziel für die nächste Klassenveranstaltung ist eine Platzierung oberhalb der dritten Stufe auf dem Treppchen. Außerdem wollen wir live und in Farbe hören, was die anderen Teams an Bord so anstellen. Dieses Mal sind wir noch dran, in diesem Sinne: Das war unsere Internationale Deutsche Meisterschaft im Seesegeln 2016. Wie jedes Jahr zählt die Kieler Woche zu unseren absoluten Highlights im Segelkalender, doch dieses Jahr sollte alles anders werden. Kein gemütliches Welcome Race nach Eckernförde, sondern eine ungemütliche, 180sm lange Langstrecke durch die Nacht. Was für uns zunächst furchtbar unbequem klang, entpuppte sich als schönes, abwechslungsreiches, langes, kurzweiliges, kaltes, nervenzehrendes, aber tolles Rennen durch die Dänische Südsee.

Der Tatsache geschuldet, dass wir aufgrund der Bootsgröße zur Klasse 1 zählen, haben wir direkt die lange Tour gebucht. So sind wir nach knapp 21 Stunden Segeln lange Zeit nach den schnellsten Booten durchs Ziel gegangen, während alle schon längst in ihren Kojen schlummerten. Dazu kamen die ungünstigen spitzen Spinnacker-Kurse und unterschiedlichen Windbedingungen, die das Feld zusätzlich auseinanderzogen. Aber Schluss mit dem Jammern auf hohem Niveau – das ist nun mal Seesegeln! Dank dem super Catering an Bord und der guten Stimmung hat selbst das stundenlange Hängen auf der Kante seinen Charme gehabt. Die Langestrecke haben wir schließlich mit einem 4. Platz beendet, da war also noch Luft nach oben. Angekommen in den frühen Morgenstunden des Sonntags hatten wir dann den Rest des Tages frei, konnten Schlaf nachholen, das Boot aufklaren, die Atmosphäre auf dem Hafenvorfeld genießen und uns fragen, wo Jimmy Green eigentlich geblieben ist?! So sind wir am Montag in die Up & Down Serie gestartet. Anders als angekündigt hat die Wettfahrtleitung 3 Rennen gestartet, um den konstanten Wind auszunutzen. Durch nicht so ganz erfolgreiche Rennen sollten wir vorerst auf dem 4. Platz in der Gesamtwertung verweilen.

Folglich sind wir mit entsprechendem Respekt gegenüber den starken Gegnern Silva neo, Sportsfreund und Tonnerre am Dienstag bei lauen Winden auf den Stoller Grund rausmotort, wo 2 lange Wettfahrten vor uns lagen. Somit wäre über einen ganz normalen Dienstag nichts Bemerkenswertes zu berichten gewesen, wäre da nicht diese (bombastische) Platzierung - Direkt im Hafen angelangt erreichte uns die frohe Nachricht über sämtliche Kanäle, dass wir zwei 1. Plätze eingefahren und uns dadurch auf den 3. Platz in der Gesamtwertung vorgearbeitet haben. Was für ein Gefühl! Bei Winden, die sonst nicht unsere Stärke waren, haben wir es geschafft, uns gleich zweimal gegen die gegnerischen Crews durchzusetzen. Unsere Erfolgssträhne sollte bis zum nächsten Tag andauern. Auch in der letzten Wettfahrt am Mittwoch waren die Jungs einfach nicht schnell genug, sodass wir erneut einen 1. Platz erkämpft haben. Ohne das zu sehr betonen zu wollen, müssen wir doch anmerken, dass wir in dieser Serie die meisten ersten Plätze gegenüber unseren Gegnern eingefahren haben!!!! Dennoch reichte es nur für einen dritten Platz in der Gesamtwertung, unter anderem bedingt durch die schwerwiegende, nicht zu streichende Langstrecke. So zehren wir immer noch an den Glücksgefühlen, die uns unser erfolgreiches Segeln beschert haben, und wir setzen alles daran in Kopenhagen bei den ORC Worlds unseren Gegnern nichts zu schenken.

Das konstante Trainieren, die vielen Vorbereitungswochenenden und das gute Funktionieren des Teams haben sich gelohnt. Wir sind gespannt was kommt und werden berichten. In dem großen Feld wäre ein dritter Platz ja vielleicht doch gar nicht so schlecht…?! Zu guter Letzt möchten wir uns natürlich noch einmal ganz herzlich bei unserem großartigen Sponsor Tutima bedanken, der uns all das ermöglicht. Außerdem bei unserem Lieblingswettfahrtleiter Stefan Kunstmann, der uns so viel Freude auf der Regattabahn beschert und dem Kieler Yacht Club, für die gute Organisation und das tolle get-together am Montag Abend. Nicht zu vergessen wollen wir unseren Dank und unser Lob an die Jungs der Regattavereinigung Seesegeln aussprechen, die endlich wieder frischen Wind in die Klasse bringen und das Seesegeln wieder aufblühen lassen. Außerdem habt ihr beim Feuerwerk am Dienstag keine Mühen gespart – danke!!! So weit von uns, next stop Kopenhagen.

Eure Tutima-Mädels

Leider haben wir keinen Bericht aus Schweden und / oder von der Patent-Crew bekommen. Wahrscheinlich laufen in beiden Lagern bereits die Vorbereitungen für die ORC-WM auf Hochtouren ;)

 

Foto: www.segel-bilder.de

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