14/02 2010
It's done: BMW Oracle Racing gewinnt 33. America's Cup
It's done: BMW Oracle Racing gewinnt 33. America's Cup
Überlegen, souverän und verdammt schnell segelte die USA 17 BMW Oracle Racing auch die zweite Wettfahrt des 33. America's Cup und holt mit ihrem zweiten Sieg in diesem Cup und nach 15 Jahren die „Bodenlose Kanne" zurück in die USA.
Fast schon abgebrüht segelte die BMW Oracle pünktlich zum Startschuss über die Startlinie. Die Alinghi5 wirkte dagegen fast hilflos. Die Schweizer fuhren zu früh und falsch in die Startbox, die beim Match Race die Einfahrt der Kontrahenten in die Startzone kontrolliert, und handelte sich dafür ein Penalty von der Jury ein. Eine Wende kurz vor dem Startschuss nahm den Schweizern zusätzlich alle Fahrt aus dem Schiff und sie mussten mit ansehen wie die Amerikaner auf der linken Seite der Linie davon zogen.
Doch die Entscheidung von Brad Butterworth, Taktiker der Alinghi5, die rechte Seite zu wählen, zeigte schon nach wenigen Minuten ihren Vorteil. Nach der Wende der Schweizer auf Backbord Bug, schrumpfte der Abstand auf die BMW Oracle von 600 Meter auf Null ab. Zur Wende gezwungen ging auch die BMW Oracle, die mit Larry Ellison und Russel Coutts an Bord segelte, auf Backbordbug und beide Kontrahenten segelten auf die linke Seite.
Eine kleine Prämiere fand in der Geschichte des America's Cup ebenfalls auf der ersten Kreuz statt. Nach dem schlechten Start von Alinghi5 übergab Ernesto Bertarelli an Steuer Loick Peyron, dem Katamaran Ass aus Frankreich. Damit steuerte zum ersten Mal ein Franzose in einem America's Cup Finale. Und Peyron steuerte die Alingi5 schnell auf der Kreuz zur ersten Marke. Völlig im Gegensatz zum ersten Rennen, segelte die Alinghi5 im zweiten Rennen teilweise schneller und höher als die USA. Auf dem Weg zur Luvmarke konnte die Alinghi5 Crew ihren Vorsprung auf auf bis 600 Meter ausweiten.
Doch James Spithill, Steuermann der BMW Oracle Racing behielt die Nerven und segelte den gigantischen Triamaran exakt auf den richtigen Kurs zur ersten Marke und machte aus dem Rückstand von mehreren hundert Metern einen 28 Sekunden Vorsprung an der Tonne.
Die weiteren taktischen Option auf dem Weg zur zweiten Marke und weiter ins Ziel waren gering. Es ging um reine Schiffsgeschwindigkeit und die nutzte BWM Oracle Racing aus. Mit besserem Speed konnten die Amerikaner ihren Vorsprung auf 2:48 Minuten an der zweiten Marke ausbauen. Damit segelten die Amerikaner auf dem Reach-Kurs 12,5 Prozent schneller als die Alinghi5.
Der Weg ins Ziel war dann ein Triumphzug für die Amerikaner. Teampräsident und Hauptsteuermann der Alinghi 5 Ernesto Bertarelli gratulierte dem Gegner nach dem Rennen: „Gratulation an das Team von BMW Oracle. Das Boot war schneller, da gibt es nichts zu diskutieren.“ Allerdings führte die Alinghi5 beim Zieldurchgang eine Protestflagge am Achterstag, zog den Protest aber schon wenige später zurück.
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