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Go4Speed Regattatraining 2018

Nebel, Nebel und nochmals Nebel. Wer am vergangenen Wochenende beim Go4Speed Training vor Strande bestehen wollte brauchte vor allem zwei Dinge: Gute Augen und starke Nerven.

Das Training für Seesegler übte unter Wettkampfbedingungen besonders schwierige Phasen wie den Start oder kurze, enge Rennen. Organisiert wurde das Segelevent vom DSV, der RVS und dem KYC. Ein Bericht vom zweiten Tag eines erfolgreichen Wochenendes.

Für die ersten Segler begann der Sonntag gegen halb zehn an den Yachten. Das Auslaufen wurde vorbereitet und die richtige Kleidung gewählt. Der Sonnenschein der letzten Tage sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um ein Wochenende im April handelte und vielleicht noch etwas wichtiger: ein Wochenende in Kiel. Bei kühler Außentemperatur, aber deutlichem Sonnenschein brach auch das Startschiff „Seestern“ in die Außenförde auf. Für das Training wurde eine Position leicht südlich von Bülk gewählt und die Tonnen in Position gebracht. Die bereits ausgelaufenen teilnehmenden Boote begannen den Tag ruhig mit den ersten langsamen Manövern des Tages. Das erste Problem des ansonsten so schönen Tages war ein für Segler durchaus elementares: Der Wind mit einer Stärke von 1 bis 2 Beaufort aus Nord-Ost war deutlich knapp bemessen.

Das zweite Problem kam in Form einer dichten Nebelfront aus derselben Himmelsrichtung. Wettkampfleiter Eckard Reinke hierzu: „Es wird kein Warning geben, bevor ich vom Startschiff nicht das Pin-End in Sicht habe“. Das erste Warning für die Startübungen verschob sich dementsprechend auf 11:30. Zwischenzeitlich war die Sichtweite so gering, dass das Training überall hätte stattfinden können. Land war in keiner Richtung erkennbar und auch die Segelboote konnten sich trotz des leichten Windes eher hören, als auch nur Konturen zu ahnen.

Mit dem ersten Start wurden sowohl die Sicht, als auch der Wind zunehmend besser. Der Wind wehte immerhin konstant mit bis zu drei Stärken. Leichtwindbereich, aber mit erkennbarem Vorankommen. Es fanden insgesamt fünf Practice-Starts statt, bei denen die Zahl der teilnehmenden Boote auf 15 wuchs. Die „Sydbank“ konnte hierbei wiederholt mit starker Positionierung an der Linie auftrumpfen. Der auffrischende Wind drehte dabei teilweise um einige Grad, was mit dem Verlegen der Wendemarken begleitet wurde. Die Bedingungen sollten für die Teilnehmer möglichst nah am richtigen Wettkampf liegen.

Um 12:50 Uhr wurde das erste Warning für ein Practice-Race durchgegeben. Der Kurs wurde hierbei sehr kurz gehalten, wodurch besonders der Start und ein schnelles Absetzen von den anderen Booten wichtig ist. „So kommen die mal richtig eng in Kontakt, jetzt brauchen die auch mal die Ausweichregeln. Das kennen die sonst ja gar nicht!“ kommentiert Reinke das enge Renngeschehen.

Nachdem „the same procedure as in the last race“ insgesamt dreimal wiederholt wurde, wurde das letzte Rennen nach dem Zieldurchgang downwind in den Hafen von Schilksee beendet.

Auch im 16. Jahr hat das Go4Speed Praxistraining nichts von seiner Qualität verloren. Entsprechend zufrieden äußerten sich die Teilnehmer angesichts der zweitägigen Trainingsmöglichkeit unter Wettkampfbedingungen: „Das war ein super Training für uns“, kommentierte Bendix Hügelmann, der als Coach auf der J/97 Quiron mitsegelte. „Die Crews finden hier ideale Bedingungen um sich auf die Maior vorzubereiten und die Unterstützung der Coaches bringt für jeden Segler einen Mehrwert, egal ob Neueinsteiger oder alter Hase.“ Auf der abschließenden Nachbesprechung wurden die Manöver des Tages noch einmal in der Videoanalyse genau betrachtet und kommentiert. Für die Segler konzentriert sich die Aufmerksamkeit nun auf der MAIOR, die am kommenden Wochenende startet. Nach dem Training ist vor dem Rennen!

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