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RVS Inshore Cup Round 1: Maior 2018

Lähmung, Blindheit, Erbrechen und am Ende Überwältigung durch fremde Kräfte. Wäre jeder Tag der diesjährigen Maior eine Krankheit, ginge es den meisten Teilnehmern wohl nicht mehr gut. Zum Glück handelt es sich um eine Regatta und die Symptome wurden einzeln erlebt, von Allen gut überstanden und machen eigentlich erst so richtig Lust auf die kommende Saison und den weiteren RVS Inshore Cup. 

Wie flexibel man als Regattasegler sein muss hat sich auf jeden Fall wunderbar an den vier Tagen der diesjährigen Maior gezeigt. Beginnen wir von vorn. Tag 1 und gute Laune, Vorfreude auf schnelle Rennen, gute Manöver und Lust auf den gewissen Adrenalinkick, wenn der Skipper ruft oder die Segel schlagen. Leider folgt ohne Wind die Lähmung und nur ein Rennen kann zu Ende gebracht werden. Wenigstens kommen so einmal die Leichtwind- Skills zum Tragen und immerhin kein Schnee!

Es folgt: Blindheit an Tag 2. Ein für Regattasegler ungewöhnlicher Anblick, wobei es genau genommen kein Anblick ist, wenn man nichts sieht. Die Gates werden durch Schallsignale markiert und die eine oder andere Yacht soll auch Entgegenkommer nach dem Weg gefragt haben. Wer es war ist ungewiss, verschwunden im Nebel.

Am Tag 3 ist genügend Wind, unschwer daran zu erkennen, dass schon morgens im Hafen deutlicher Seegang herrscht. Nach zwei Startverschiebungen geht es dann endlich raus und mit 3 bis 4 Beaufort lässt sich doch auf dem Stollergrund etwas anfangen. Begleitet werden die sensibleren Mägen von Tipps wie „Ingwer, nichts als Ingwer!“, „Es gibt da so Pillen in Dänemark, die verkaufen sie in Deutschland gar nicht“ und „Ein Ohrstöpsel, nur in ein Ohr und alles ist gut!“. Gesegelt wird aber auch heute und wie! Erst um sieben abends sind alle Boote wieder im Hafen.

Letzter Tag und Hotdog-Kater sowie Wind mit 30 Knoten zwingen viele Crews zum Ausschlafen. Acht Tapfere wagen sich doch in die Strander Bucht und werden mit gutem Wind belohnt, kalte Dusche gibt’s s gratis obendrauf. Teilweise reißen Segel, die meisten haben Spaß. Tapferkeitsmedaillen und Punkte gehen an die Onespirit, Immac Fram, Hansen, Halbtrocken, Patent 4, Universitas und die Inspiration. Anschließend geht’s zur Siegerehrung: ORC 1 und 2 gewinnt die Sydbank mit Torsten Bastiansen. Zweiter wird Tutima, Bronze holt die X-Day. In der ORC 3 Gewinnt Gordon Nickel mit der ONESPIRIT, gefolgt von Immac Fram und Hansen.

Die genannten Yachten können sich gleich doppelt freuen, schließlich führen sie jetzt auch die Wertung des RVS Inshore Cup an. Verteidigen müssen sie diese nun allerdings in vier weiteren Regatten der Serie. Weiter geht’s auf der Kieler Woche im Kiel Cup Alpha vom 18. bis 20. Juni. Es bleibt zu hoffen, dass die Teilnehmer bis dahin von allen Krankheiten verschont bleiben und für die Maior lässt sich das Fazit ziehen: Manchmal wird es erst wenn es weh tut richtig gut.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=Qy0mrwCUgTE&t=5s


Text: Frieder Griem

Download: Ergebnisse-RVS-Cup-18_1.xlsx

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