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Gute Stimmung trotz geringer Meldezahlen

Die Entscheidungen über Silber und Bronze in den Klassen ORC1/2 und ORC3/4 sind gefallen. Nachdem die Sieger der beiden Klassen nach dem gestrigen Segeltag bereits feststanden, führte die heutige Mittelstrecke die Entscheidung über die Ränge herbei.  

Zum Abschluss der IDM der Seesegler vor Glücksburg bescherte die Förde den Crews beste Bedingungen. Wettfahrtleiter Hajo Andresen schickte die beiden ORC-Gruppen planmäßig um 10 Uhr auf die abschließende Mittelstrecke. Waren die vergangenen Tage noch von diversen Frühstarts geprägt, zeigten sich die Segler heute konservativ an der Startlinie. Vielleicht, um das Risiko zu minimieren, vielleicht aber auch auf Grund leichter Kopfschmerzen von der Party am vorherigen Abend: Das erstmalig am Clubhaus des Flensburger Segel Clubs aufgebaute Festzelt und die Klänge von Offshore-DJ „Fat Fechner“ hatten für hervorragende Stimmung unter den Seglern gesorgt: So ausgelassen wurde in Flensburg lange nicht mehr getanzt.

Bewegung im Leaderboard

Der Kurs der heutigen Mittelstrecke führte die Yachten über rund 20 Seemeilen durch die Außen- und Innenförde. Der Wind wehte am Start böig um 18 Knoten und sollte über den Tag langsam abnehmen. Dennoch entwickelten sich schnell packende Zweikämpfe unter den Yachten die sich auch auf das Gesamtergebnis auswirkten: Die Zweitplatzierte vom Vortag, Hauke Mojes „Quiron“ kam zum Abschluss nicht über einen achten Platz hinaus und rutschte damit auf den vierten Platz über alles. Davon profitierte Max Augustin, der mit einem fünften Platz in der Mittelstrecke den zweiten Platz über alles errang, nun gefolgt von Dr. Knut Freudenbergs „Halbtrocken“ auf Rang drei. Der Abstand zwischen den Plätzen drei und vier: 0,2 Punkte. Gordon Nickel zeigte am Finaltag unterdessen erneut, warum die „OneSpirit“ vor Flensburg verdient den Titel des Deutschen Meisters ersegelte: In Sachen Boathandling, Speed und Fehlerminimierung ist die junge Crew mit ihrer Italia 9.98 derzeit das Maß der Dinge. Nickel sagte dazu: „Wir sind super happy über das Ergebnis und hatten eine tolle Zeit in Flensburg. Die Segeltage waren lang und schön und wir sind froh darüber, dass wir uns so gut platzieren konnten.“

„Halbtrocken“ stark, „Outsider“ auf Platz zwei

Auch in ORC1/2 stand der Sieger der Bestenermittlung gestern bereits fest. Die „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn hatte eine dominante Serie gesegelt und konnte daher entspannt in den heutigen Tag starten; der Sieg war ihr nicht mehr zu nehmen. „Halbtrocken 4.0“ Skipper Michael Berghorn zog dementsprechend ein zufriedenes Resümee: „Anspruchsvolles Segeln mit böigen Winden mit über 30 Knoten haben gutes Bootshandling und eine gute Crew erfordert. Nach einer erfolgreichen Saison haben wir diese Herausforderung hier ganz gut bewältigen können und freuen uns die Saison mit einer guten Platzierung beenden zu dürfen.“

Auf Rang zwei liegt nach einem heutigen Sieg bei der Mittelstrecke die „Outsider“ von Tilmar Hansen. Torsten Bastiansens X-41 „Sydbank“ reichte ein dritter Platz im heutigen Rennen nicht, um den zweiten Platz über alles zu halten. Auch hier zeigen die Punktabstände zwischen den Teams auf dem Podium, wie eng es bei dieser IDM – trotz kleines Feldes – zur Sache ging: „Outsider“ und „Sydbank“ trennen 0,7 Punkte. Die 108. Flensburger Fördewoche wird am kommenden Freitag mit dem NOSPA Cup fortgesetzt. 

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