Seesegeln

Regattaauswertung

ORCi-Regattaauswertung

Der Meldung zu einer Regatta muss der gültige Messbrief in Kopie beigefügt sein. Ein gültiger Messbrief trägt die Unterschrift des Eigners/Steuermanns sowie den Namen oder Stempel des zuständigen Seglerverbandes. Er muss mit dem Datum für letzte Änderungen in der jeweiligen Ausschreibung korrespondieren. Ist dieser nicht explizit angegeben, gelten fünf Werktage vor Beginn der Veranstaltung als akzeptabel.

Ein bei Beginn der Wettfahrtserie vorliegender Messbrief kann bis zur Beendigung der Serie nicht durch einen anderen ersetzt werden. Die Einstufung beziehungsweise Klasseneinteilung erfolgt nach Offshore Handicap (sec/m) GPH. Die Wahl des Auswertesystems behält sich die jeweilige Wettfahrtleitung vor.

1.1. Klasseneinteilung
Klasse A:             ≥420.0 und <550.0 sec/mi GPH           
Klasse B:             ≥550.0 und <615.0 sec/mi GPH
Klasse C:             ≥615.0 und ≤700.0 sec/mi GPH

1.2. Bei großen Teilnehmerzahlen wird eine zusätzliche Unterteilung in A- und B-Gruppen empfohlen. Es wird empfohlen, den „Dynamic-Allowance“-Wert als Kriterium der Unterteilung zugrunde zu legen. Hiermit soll erreicht werden, dass Yachten gleicher Charakteristik in einer Gruppe segeln. Die Einteilung und gegebenenfalls weitere Unterteilungen obliegen alleine der Wettfahrtleitung.

1.3. Einteilung in Cruiser/Racer und Performance
Ein Veranstalter kann die ORCi-Klassen nach Performance- und Cruiser/Racer-Divisionen unterteilen. Bei Ranglistenregatten müssen jedoch die unterteilten Klassen den gleichen Start haben und die gleiche Bahn segeln.

1.4. Performance-Division
Yachten, deren ORC-Messbrief sie als Performance ausweisen.

1.5. Cruiser/Racer-Division
Yachten, deren ORC-Messbrief sie als Cruiser/Racer ausweisen.

1.6. Bestimmungen der Cruiser/Racer-Division siehe IMS-Regeln unter www.orc.org.

1.7. ORCi-Auswertesysteme
a) Wertung mit festen Handicaps (Time-on-Distance, Time-on-Time)
Einfachste Art, ORC-Regatten auszuwerten, geeignet für Clubregatten und für Langstreckenregatten, bei denen es nicht ganz so genau sein muss.

Time-on-Distance-Wertung: Berechnete Zeit = Gesegelte Zeit (Handicap x Bahnlänge)
Time-on-Time-Wertung:    Berechnete Zeit = Gesegelte Zeit x Faktor
Inshore-Handicap: je 50 % Kreuzanteil und Downwindanteil, geeignet für Up/Down-Regatten
Offshore-Handicap:  geringerer Kreuzanteil, geeignet für Mittel- und Langstrecken oder sogenannte Coastal-Rennen

 

b) Werden reine Up/Down-Regatten angeboten, sollen diese nach Performance-Curve gewertet werden. Wenn die Anteile Kreuz und Downwind je exakt 50 % betragen (kein Verholer, kein Start-Offset, etc.), so ist die Option Selected Course, Windward Leeward anzuwenden. Diese ist im Messbrief bereits beschrieben. Weicht der Kurs aus irgendwelchen Gründen (Wetter, Zeitlimit) von den 50 %-Anteilen ab, so soll die Performance Curve mit dem sogenannten Constructed Course berechnet werden (Annahme 0° Kurslage und Nordwind). Im Ergebnis ist dies dieselbe Prozedur, nur korrigiert um den jeweils fehlenden Kreuz- oder Downwind-Anteil.

1.8 Altersvergütung
Eine Altersvergütung ist in den Handicaps bereits enthalten (Age Allowance).

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